Philosophie

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In Deutschland werden jährlich ca. 80 Millionen Füllungen gelegt, 11 Millionen Zähne gezogen und 9 Millionen Wurzelbehandlungen durchgeführt.

Bei einer Erkrankungsrate der Parodontitis von ca. 90 % in der Altersgruppe von 45 – 54 Jahren werden nur 0,3 % der Patienten behandelt.

Obwohl die Zahlen in den letzten Jahren eine leicht abfallende Tendenz aufzeigen, wird aber deutlich, dass wir noch immer vorwiegend die Schäden beseitigen, aber sehr wenig für die Vorbeugung tun.

In der modernen Zahnheilkunde sollte die Frage der Defektversorgung nicht mehr im Vordergrund stehen. Vielmehr sollte man erkennen, dass die Karies kein Substanzdefekt ist, sondern eine Infektionskrankheit, die geheilt werden kann. Das gleiche gilt auch für die Parodontitis.

Die Fragen nach der Entstehung der Krankheit, ihrer Progression –  Geschwindigkeit der Ausbreitung –  und der Vermeidung sollten uns vornehmlich beschäftigen.

Die regelmäßige professionelle Betreuung erlaubt uns, das Auftreten der Karies und Parodontitis  schon im Anfangsstadium zu entdecken. Defekte Restaurationen werden früher erkannt.

Karies kann nicht durch Füllungen geheilt werden, nur die Folgen der Erkrankung werden beseitigt!

Unser Verständnis von der modernen  Zahnheilkunde beinhaltet die Versorgung der kranken Zähne mit möglichst dauerhaften und hochwertigen Füllungsmaterialien. Damit erreichen wir, dass die Erneuerung der Versorgung in weite Ferne rausgeschoben wird. Dadurch schonen wir den Zahn, weil bei jeder Erneuerung gesunde Zahnhartsubstanz verloren geht. Gleichzeitig jedoch, und das ist fast noch wichtiger, sollten wir versuchen, die Ursachen der Karieserkrankung zu erforschen und die notwendigen Therapieschritte einzuleiten, damit die Infektion gestoppt werden kann.

Das gleiche gilt analog für die Erkrankungen des Zahnhalteapparats.

Daher reicht es meistens nicht nur einzelne Zähne zu reparieren, sondern das Augenmerk auf das gesamte Kausystem zu richten um ein gesamtes Gleichgewicht des Kauorgans zu erreichen.

Haben wir die Ausheilung der Krankheit  erreicht, können wir uns auch den angenehmeren Seiten der Zahnmedizin zuwenden.

Wer möchte nicht ein schönes Lächeln haben?  Wer möchte nicht, dass seine Zähne schön weiß aussehen?  Dies alles ist machbar und lässt sich in einem gesunden Gebiss auch recht dauerhaft erreichen.